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Mobman: Weiterentwicklung von Produkten, Prozessen und Rahmenbedingungen des betrieblichen Mobilitätsmanagements durch eine stärkere Systematisierung, Differenzierung und Standardisierung - FOPS-Projekt FE 70.748/04 (2004-2006)

Projektbeschreibung:

Betriebliches Mobilitätsmanagement stellt für öffentliche und private Arbeitgeber eine Chance dar, die erforderliche Mobilität ihrer Beschäftigten für den Arbeitsweg sowie für dienstliche und geschäftliche Wege sicherzustellen, zu verbessern sowie effizient und nachhaltig zu organisieren. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des derzeitigen Kostendrucks, der partiellen Überlastung der Straßeninfrastruktur, der Nutzungskonkurrenz um knappe Flächen oder der Notwendigkeit zur Ressourceneinsparung. Auch wenn in den vergangenen Jahren zahlreiche Unternehmen und Verwaltungen ein betriebliches Mobilitätsmanagement erfolgreich eingeführt haben, bleibt die Nutzung bislang nur punktuell. Insbesondere Gesamtkonzepte, die einen Mix verschiedener Maßnahmen bzw. Mobilitätsdienstleistungen beinhalten, finden sich selten. Hier setzt das Forschungsvorhaben an. Das Forschungsprojekt wir im Rahmen des Forschungsprogramm Stadtverkehr (FOPS) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW, jetzt BMVBS) gemeinsam durch das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen (ILS NRW), die Universität Dortmund sowie die Planungsgruppe Nord (PGN) bearbeitet. Laufzeit: 12/2004 bis 09/2006

 

Ziel:

 Strategisches Ziel des Forschungsvorhabens ist die Weiterentwicklung des betrieblichen Mobilitätsmanagements im Personen- und Wirtschaftsverkehr durch eine stärkere Systematisierung, Differenzierung und Standardisierung. Von zentraler Bedeutung ist die Analyse der Rahmenbedingungen (wie bspw. des Rechts- und Ordnungsrahmens, des Planungs- und Fördersystems) für betriebliches Mobilitätsmanagement. Auch die innerbetriebliche Verankerung sowie die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Akteuren, insbesondere Unternehmen, Mobilitätsdienstleistern und öffentlicher Hand finden besondere Beachtung. Die abschließend zu erarbeitenden Empfehlungen für Umsetzungsstrategien sollen dazu beitragen, den Handlungsansatz des betrieblichen Mobilitätsmanagements zu fördern und weiter zu verbreiten.

 

Vorgehensweise:

Durch die Auswertung bereits abgeschlossener sowie laufender Forschungsprojekte im In- und Ausland sowie weiterer Literatur wird der aktuelle Stand der Praxis des betrieblichen Mobilitätsmanagements dargestellt. Die Marktanalyse gibt einen Überblick über die Angebotsstrukturen von Mobilitätsdienstleistungen für Betriebe sowie eine erste Abschätzung über potenzielle Nachfragestrukturen. Darüber hinaus werden die handelnden Akteure auf Angebots- und Nachfrageseite identifiziert. Die Untersuchung der Rahmenbedingungen (die Bereiche, die vom Unternehmen nicht oder nur mittelbar beeinflusst werden können) nimmt einen zentralen Stellenwert im Rahmen des Projektes ein. Nach einer ersten Literaturanalyse wurde eine Expertenbefragung durchgeführt. So werden fördernde und hemmende Faktoren identifiziert und erste Einschätzungen von Handlungserfordernissen gewonnen. Eine bundesweite Unternehmensbefragung von ca. 2000 Betrieben und Verwaltungen liefert Informationen zum Bedarf und den betrieblichen Rahmenbedingungen sowie zu den schon vorhandenen Strukturen in den Betrieben. Die Unternehmensbefragung identifiziert die Branchen oder Betriebstypen, die besonders geeignet für ein betriebliches Mobilitätsmanagement sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Identifizierung von Motivlagen und Ansatzpunkten, um das häufig noch unbekannte Instrument des Mobilitätsmanagements in den Betrieben zu verankern und so die Verbreitung zu erhöhen. Im Rahmen von vier qualitativen Fallstudien werden Betriebe/Verwaltungen, die bereits betriebliches Mobilitätsmanagement umgesetzt haben, vertiefend untersucht, um Erfolgsfaktoren (oder auch Hemmnisse) der organisatorischen Umsetzung und Verankerung von betrieblichem Mobilitätsmanagement zu identifizieren. Die Empfehlungen bilden das Hauptergebnis des Projektes. Dabei werden auf der einen Seite Empfehlungen für Umsetzungsstrategien entwickelt. Auf der anderen Seite werden Empfehlungen zur Weiterentwicklung fördernder Rahmenbedingungen und zum Abbau von Hemmnissen für betriebliches Mobilitätsmanagement entwickelt.

 

Auftraggeber:

Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW, jetzt BMVBS)

 

Projektpartner:

Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen (ILS NRW)

Universität Dortmund

Planungsgruppe Nord (PGN)