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Veränderungen der Mobilität im Lebenslauf: Die Bedeutung biografischer und erreichbarkeitsbezogener Schlüsselereignisse

Der mobilitätsbiografische Ansatz der Verkehrsforschung untersucht Stabilität und Variabilität der Mobilität von Individuen in ihrem Lebenslauf. Der Begriff der Mobilität umfasst dabei das realisierte Verkehrsverhalten, aber auch die Verfügbarkeit von 'Mobilitätswerkzeugen' wie Pkw oder ÖV-Zeitkarten. Eine wichtige Rolle für die Mobilitätsbiografie spielen Schlüsselereignisse im Lebenslauf. Diese lassen sich drei Elementen des Lebenslaufs ('Teilbiografien') zuordnen: Haushalts- und Familienbiografien, Erwerbsbiografien und Wohnbiografien. Darüber hinaus stehen Mobilitätsbiografien auch im Zusammenhang mit Veränderungen der verkehrlichen und raumstrukturellen Rahmenbedingungen, in denen eine Person lebt.

Das Projekt möchte die bisherige Forschung über Mobilitätsbiografien durch empirische Studien in Bezug auf sieben Kernpunkte vorantreiben und damit auch zur theoretischen und methodischen Weiterentwicklung beitragen:

  1. Die Bedeutung von Interaktionen zwischen verschiedenen für die Mobilität relevanten Schlüsselereignissen,
  2. die Bedeutung gruppenspezifischer Unterschiede in den Auswirkungen von Schlüsselereignissen auf die Mobilität,
  3. die Einflüsse elterlicher Mobilität auf die Mobilität ihrer Kinder (Sozialisation),
  4. Interaktionen zwischen zwei Partnern in den Auswirkungen von Schlüsselereignissen auf die Mobilität,
  5. Sequenzielle Strukturen zwischen Schlüsselereignissen und Veränderungen der Mobilität ('lagged' und 'lead' effects),
  6. die Modellierung von Kohorten- und Periodeneffekten,
  7. die Verwendung des bundesweit repräsentativen Deutschen Mobilitätspanel. Dagegen basieren die meisten Studien im Themenfeld auf kleinen, regionalen Stichproben mit eingeschränkter Aussagekraft.

Das Fachgebiet VPL kooperiert in diesem Projekt in Form von Workshops/Workshop-Beiträgen und regelmäßigem Austausch mit Prof. Kiron Chatterjee, Centre for Transport and Society, University of the West of England, Bristol.

 

Fördermittelgeber:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Förderkennziffer: HO 3262/8-1

Projektpartner:

Centre for Transport and Society, University of the West of England, Bristol, Prof. Dr. Kiron Chatterjee (http://www1.uwe.ac.uk/et/research/cts)

Laufzeit:

05/2015 bis 04/2018

 



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Kontakt

Foto von Prof. Dr. Joachim Scheiner

Prof. Dr. Joachim Scheiner
Forschung - Lehre

Telefon: 0231 755-4822
Fax: 0231 755-2269

Raum 404