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Alltag im Wandel des Geschlechterverhältnisses: Aktivitäten, Wege, Verkehrsmittel und Zeitverwendung (2009-2016)

Projektziele:

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Frage, wie sich der Wandel des Geschlechterverhältnisses in den unterschiedlichen Tagesabläufen von Frauen und Männern niederschlägt. Das Vorhaben konkretisiert den gesellschaftswissenschaftlichen Diskurs zum Wandel des Geschlechterverhältnisses und die Genderdebatte in den Planungswissenschaften an der geschlechtsspezifischen Zuständigkeit für außerhäusliche Aktivitäten, die damit verbundenen Wege und die aufgewendeten zeitlichen Belastungen. Im Mittelpunkt stehen vier Untersuchungsfragen:

1. Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede in Aktivitätsmustern, Zeitbudgets und Verkehrsnachfrage lassen sich über bloße Vergleiche zwischen Männern und Frauen hinaus nachweisen, wenn das Geschlecht als komplexe soziale Kategorie verstanden wird?

2. Welche Trends (Entwicklungen, Kohorteneffekte, Brüche) lassen sich diesbezüglich für den Zeitraum 1976 bis 2008, in dem sich wesentliche Veränderungen des Geschlechterverhältnisses vollzogen haben, nachweisen?

3. Welche Formen geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung innerhalb von Haushalten lassen sich mit Blick auf Aktivitätsmuster, Zeitbudgets und Verkehrsnachfrage aufzeigen, und wie häufig sind die unterschiedlichen Formen (etwa 'traditionell', 'egalitär', 'vertauschte Geschlechterrollen')?

4. Welche Auswirkungen haben biografische Umbrüche wie etwa die Geburt von Kindern, der Eintritt in den Erwerbsprozess oder die Verrentung auf die geschlechtsspezifische Aufgabenverteilung in Partnerschaften?

 

Methodik:

Methodisch basiert das Vorhaben auf deskriptiven und multivariaten statistischen Verfahren. Die Datengrundlage bilden die bundesweiten stichtagsbezogenen Haushaltsbefragungen zum Verkehrsverhalten KONTIV/Mobilität in Deutschland 1976, 1982, 1989, 2002 und 2008 sowie das Deutsche Mobilitätspanel 1994 bis 2008, in dem das Verkehrsverhalten von Haushalten dreimal im Jahresabstand über jeweils eine Wocher erfasst wird

 

Fördermittelgeber:

Deutsche Forschungsgemeinschaft

Förderkennziffern: (DFG) HO 3262/4-2

 



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Kontakt

Prof. Dr. Joachim Scheiner
Tel.: 0231 755-4822